Digitalkameras Älter ist besser

Kompakte Digitalkameras werden immer schlechter. Kein aktuelles Modell macht gute Bilder, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Ältere Modelle sind demnach eine gute Alternative.

Berlin - Mit den Pixeln ist es bei der Digitalkamera wie mit den PS beim Auto: Mehr ist nicht automatisch besser. Im Gegenteil. Die aktuellen Megapixel-Giganten fotografieren meist schlechter als gute Digitalkameras, die ein paar Pixel weniger im Datenblatt haben. Der Grund: Die vielen Pixel drängeln sich förmlich auf den kleinen Bildwandlern der Digitalkameras. Die extrem hohe Auflösung verstärkt so das Bildrauschen und verringert die Bildqualität.

Die Stiftung Warentest hat in diesem Jahr über 100 kompakte Digitalkameras untersucht. Keine macht gute Bilder, egal ob billig oder teuer. Das war mal anders. Der Abwärtstrend in der Bildqualität zeigt sich vor allem im Sehtest.

Die Testexperten schießen dabei immer die gleichen Fotos: Porträts mit und ohne Blitz, Aufnahmen von Landschaften, Gegenständen und Gebäuden. Außerdem Nahaufnahmen. Die Prüfer bewerten Detail- und Farbtreue der Bilder, Schärfeeindruck, Helligkeit, Kontrast, Bildrauschen und Bildfehler wie Überbelichtung und Farbsäume an den Motivkanten.

Dabei stellte sich heraus, dass ältere Digitalkameras bessere Bilder machen als die Modelle von heute, zumindest die kompakten. Die Farben sind natürlicher, die Bilder bei den ältere Kompakten weniger verrauscht. Der Bildeindruck ist klarer. Sichtbar wird das vor allem bei größeren Abzügen auf hochwertigem Fotopapier. Schon im Format 18 mal 24 Zentimeter liegen die guten älteren Digitalkameras deutlich vor den aktuellen Modellen.

Alt heißt eben nicht von gestern: Einige gute Digitalkameras aus den Jahren 2006 und 2007 sind immer noch im Handel.

Digitalkameras: Die Besten von 2006 und 2007

Ratgeber: Sechs Tipps für bessere Bilder

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