Nokia Tiefergelegte Prognose

Autos, Computer, und auch Handys: Nokia meldet rückläufige Absätze und revidiert seine Jahresprognose nach unten. Die Mitarbeiter müssen sich um ihre Arbeitsplätze sorgen, denn der größte Hersteller von Mobiltelefonen der Welt will mit "signifikanten Kostensenkungen" reagieren.

Helsinki - Der weltgrößte Handyhersteller Nokia  hat seine Prognose für das vierte Quartal zurückgeschraubt. Der Absatz von Mobiltelefonen werde im laufenden Vierteljahr niedriger ausfallen als bislang erwartet, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Man rechne nun mit branchenweiten Absätzen von 330 Millionen Geräten. Der Marktanteil von Nokia dürfte im Schlussquartal auf dem gleichen Niveau oder leicht über dem Niveau des Vorquartals liegen. Der Nokia-Anteil am gesamten Handy-Markt hatte sich im dritten Quartal um zwei Prozentpunkte auf 38 Prozent verringert.

Für das Gesamtjahr rechnet Nokia nun mit dem Verkauf von voraussichtlich 1,24 Milliarden Handys. Der Konzern war bislang von 1,26 Milliarden Geräten ausgegangen. Im Jahr 2009 sei mit einem weiteren Absatzrückgang zu rechnen, hieß es weiter. Die Finnen kündigten an, ihre Kostenbasis signifikant zu senken. Die Nokia-Aktie tendierte an der Börse in Helsinki vier Prozent im Minus.

Vor zwei Tagen hatte Nokia Siemens Networks, ein Joint Venture der Finnen mit Siemens, gemeldet, bis Ende Oktober 2009 in Deutschland 500 Arbeitsplätze zu streichen. Die Stellen würden in erster Linie an einem Standort in München gekürzt.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa und dpa-afx