Cisco Netzwerkausrüster warnt

Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco befürchtet angesichts der Konjunkturflaute einen deutlichen Umsatzeinbruch. Im laufenden Quartal werden die Erlöse voraussichtlich zwischen 5 und 10 Prozent zurückgehen.

San Jose - Cisco  plant deshalb nun Milliardeneinsparungen etwa durch einen Einstellungsstopp, sagte Konzernchef John Chambers nach US-Börsenschluss in einer Telefonkonferenz.

Die wirtschaftlichen Probleme hätten nach den USA inzwischen auch Europa und Asien erfasst, sagte Chambers. Der Auftragseingang sei im Oktober abrupt gefallen. Experten erwarten daher nun auch bei anderen Technologie-Unternehmen starke Umsatzeinbußen und niedrigere Gewinne.

In seinem am 25. Oktober abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal erzielte der Konzern einen Gewinn wie im Vorjahr von 2,2 Milliarden Dollar (1,7 Mrd Euro). Der Umsatz stieg allerdings noch um acht Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar. Ciscos eigene Zielspanne ist ein durchschnittliches Wachstum zwischen 12 bis 17 Prozent.

Die Aktie verlor wegen der düsteren Geschäftsaussichten im nachbörslichen Handel deutlich. Bereits im Tagesverlauf hatte sie 5,1 Prozent auf 17,39 Dollar eingebüßt. Durch harte Einschnitte bei den Kosten will Cisco im laufenden Geschäftsjahr rund eine Milliarde Dollar einsparen. So sind auch Abstriche bei Ausgaben für Reisen und Marketing geplant.

Cisco gilt als wichtiger Gradmesser für die Lage des Techsektors und vieler weiterer Branchen. Über die Geräte des Konzerns läuft zum Beispiel der Datenverkehr im Internet. So liefert Cisco Ausrüstung ("Router" und "Switches") für die Computernetze von Internet- und Telekom-Dienstleistern sowie anderer Unternehmen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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