Panasonic/Sanyo Fusion in Japan

Panasonic will laut Medienberichten den mit Problemen kämpfenden heimischen Konkurrenten Sanyo übernehmen. Es wäre die erste vollständige Fusion zwischen zwei großen japanischen Elektronikkonzernen.

Tokio - Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf informierte Quellen berichtete, haben führende Vertreter beider Unternehmen bereits eine breite Übereinkunft darüber getroffen, dass Panasonic Sanyo  im kommenden Frühjahr zu einer Firmentochter macht.

Sanyo ist der weltgrößte Hersteller von Lithium-Ion-Batterien für Personal Computer und Mobiltelefone, sowie stark bei Solarzellen. Durch eine Übernahme würde sich Panasonic einen bedeutenden Marktanteil bei wiederaufladbaren Batterien sichern und sich zugleich im schnell wachsenden Markt für Solarzellen positionieren. Es wäre die erste vollständige Fusion zwischen zwei großen japanischen Elektronikkonzernen.

Sanyos Unternehmensname werde jedoch genauso beibehalten wie der seiner Produkte. Auch würden etwas 100.000 Arbeitsplätze bei Sanyo gesichert sein, hieß es. Panasonic wird den Plan zur Übernahme des Konzerns Medieninformationen zufolge möglicherweise bereits im späteren Verlauf der Woche bekanntgeben. Panasonic erwäge hierzu, drei großen Anteilseignern einen Teil ihrer Vorzugsaktien an Sanyo abzukaufen.

Auch andere japanische Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtetet, dass Panasonic möglicherweise noch in diesem Monat Verhandlungen mit den drei Hauptanteilseignern über eine Mehrheitsbeteiligung aufnehmen werde. Dabei handelt es sich um die japanischen Finanzhäuser Sumitomo Mitsui Banking und Daiwa Securities SMBC sowie die US-Finanzgruppe Goldman Sachs . Sie halten zusammen fast 430 Millionen an Vorzugsaktien von Sanyo.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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