Quartalsverlust Motorola streicht 3000 Stellen

Der kriselnde Mobilfunkkonzern Motorola baut nach einem millionenschweren Quartalsverlust rund 3000 Arbeitsplätze ab. Zwei Drittel der Jobs sollen bei der notleidenden Handysparte des US-Unternehmens wegfallen.

New York - Der US-Telekommunikationskonzern Motorola  baut weltweit rund 3000 Stellen ab. Die Zahl der Mitarbeiter werde um 4,5 Prozent zurückgefahren, erklärte Motorola am Donnerstag. Zwei Drittel der Stellen werden in der Handysparte gekürzt. Motorola hatte zuvor einen Quartalsverlust von fast 400 Millionen Dollar (307 Millionen Euro) mitgeteilt.

Mit den Stellenkürzungen will das Unternehmen im nächsten Jahr rund 800 Millionen Dollar einsparen. Die Abspaltung der Mobiltelefonsparte will Motorola auf nach 2009 verschieben.

Die Mobiltelefonsparte von Motorola steht für etwa die Hälfte des Konzerngeschäfts. Die Handyverkäufe waren im vergangenen Jahr allerdings um 33 Prozent eingebrochen. Der US-Hersteller verlor damit seinen weltweit zweiten Platz an die südkoreanische Firma Samsung .

Auch der Konkurrent Sony Ericsson, dessen Verkäufe zuletzt in die Höhe schnellten, könnte Motorola bald überholen. Weltmarktführer ist mit Abstand der finnische Nokia-Konzern. Insgesamt machte Motorola im Jahr 2007 einen Verlust von 49 Millionen Dollar, nachdem der Konzern 2006 noch einen Gewinn von 3,6 Milliarden Dollar eingefahren hatte.

manager-magazin.de mit Material von afp

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.