Handy-Ortung Besserer Schutz

Die Bundesregierung will das heimliche Aufspüren von Handys eindämmen. Das beschloss das Kabinett. Die Ortung von Mobiltelefonen soll künftig nur noch dann möglich sein, wenn der Betroffene ausdrücklich, gesondert und schriftlich zugestimmt hat.

Berlin - Die Ortung von Handys soll künftig nur noch bei vorheriger schriftlicher Zustimmung der Besitzer möglich sein. Eine entsprechende Änderung des Telekommunikationsgesetzes beschloss das Kabinett am Mittwoch.

Derzeit gibt es Ortungsdienste, die bei Angabe der Mobilfunknummer den Aufenthaltsort des Handys mitteilen und für die Einwilligung nur eine SMS von dem gesuchten Mobiltelefon verlangen. Künftig muss laut Kabinettsbeschluss eine ausdrückliche, gesonderte und schriftliche Einwilligung des Betroffenen zur Übermittlung der Standortdaten vorliegen.

Denn eine SMS sei einfach zu fälschen und belege nicht, dass sie tatsächlich vom Inhaber des Handys versendet wurde, erklärte das Verbraucherministerium. Eine Mitteilung, wo sich jemand befindet, betreffe jedoch die Persönlichkeit erheblich. Die Neuregelung sieht auch vor, dass künftig über die Zahl der erfolgten Ortungen spätestens bei der fünften Standortfeststellung informiert wird.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa

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