DSL-Anbieter Schlechter Service, leere Versprechen

Wer schnell surfen will, muss darauf oft lange warten und bei der Einrichtung mit Problemen rechnen. Von zehn Internetprovidern, die Stiftung Warentest getestet hat, erhielt jeder zweite lediglich die Gesamtnote "ausreichend".

Berlin - Leere Versprechungen und einen schlechten Kundendienst hat die Stiftung Warentest bei ihrer Untersuchung von zehn Internetanbietern entlarvt. Mit T-Home erreichte nur eines der getesteten Unternehmen die Gesamtnote "gut", berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift "Test" (Ausgabe 11/2008). Die von den Anbietern zum Teil vollmundig beworbenen Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s) wurden nur in etwa einem Drittel von 30 Testhaushalten erreicht.

Die Tester bemängeln auch, dass die verschiedenen Angebote oft unübersichtlich und daher schwer zu vergleichen sind. Eine große Spanne tat sich beim Warten auf den Anschluss auf: T-Home schaffte es in durchschnittlich 14 Tagen, den Breitband-Internetzugang bereitzustellen.

Am langsamsten war bei der Untersuchung nach Angaben von Warentest der Anbieter Versatel  mit 65 Tagen. Insgesamt sei es des öfteren zu Problemen bei der Freischaltung gekommen. Beispielsweise ließen Anbieter die dem Kunden in Aussicht gestellten Termine mehrmals und ohne Benachrichtigung verstreichen.

Negativ fiel zudem der Service der meisten Anbieter auf: Hier konnten T-Home und Arcor durch die technische Unterstützung per Telefon gegenüber den Konkurrenten punkten. Dafür sei bei Arcor jedoch die Unterstützung per E-Mail schlecht ausgefallen. Das nach Angaben von Warentest gute Angebot von T-Home erkaufen sich die Kunden mit vergleichsweise hohen Monatsgebühren. Den schlechtesten Support attestierten die Experten dem Anbieter Freenet . Dort seien telefonischer und E-Mail-Support gleichermaßen "mangelhaft".

manager-magazin.de mit Material von dpa

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