Holtzbrinck Kartellamt genehmigt Pin-Übernahme

Das Bundeskartellamt hat der Verlagsgruppe Holtzbrinck die Übernahme von zwölf Gesellschaften des angeschlagenen Postdienstleisters Pin Group erlaubt. Damit macht Holtzbrinck der Deutschen Post Marktanteile streitig.

Bonn - Unter den zwölf Gesellschaften, die Holtzbrinck übernimmt, sei auch die Pin Mail AG in Berlin, die mit Abstand größte Tochter der Pin Group. Das sagte eine Sprecherin des Bundeskartellamtes am Mittwoch. "Das ist ein großer Erfolg, weil es jetzt gelungen ist, wesentliche Teile des Pin-Netzwerks zu halten", sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Bruno M. Kübler in Köln.

Es geht demnach um Gesellschaften mit insgesamt etwa 2500 Beschäftigten im Großraum Berlin, in den neuen Ländern, in Unterfranken und im Raum Freiburg. In diesen Gebieten wird Holtzbrinck mit der Übernahme auf einen Schlag wichtigster Konkurrent der Deutschen Post . Über den Kaufpreis war Stillschweigen vereinbart worden.

Pin war im Dezember vergangenen Jahres in die Schieflage geraten, nachdem der Medienkonzern Axel Springer  als größter Anteilseigner den Geldhahn zugedreht hatte. In den folgenden Monaten hatte das Unternehmen für 40 seiner 90 Niederlassungen und für die Luxemburger Holding Insolvenzanträge gestellt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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