Gewinneinbruch Yahoo will 1400 Mitarbeiter entlassen

Angesichts eines massiven Gewinneinbruchs will der Internetkonzern Yahoo mindestens 1400 Mitarbeiter entlassen - das sind zehn Prozent der Belegschaft. Die Aktie legt nachbörslich aber deutlich zu.

Sunnyvale - Der Internet-Konzern Yahoo  streicht nach einem erneut deutlichen Gewinneinbruch weltweit mindestens zehn Prozent seiner Stellen. Betroffen sind davon mehr als 1400 Mitarbeiter.

Der Überschuss fiel im dritten Quartal um fast zwei Drittel auf 54 Millionen Dollar (41 Millionen Euro). Der Umsatz legte nur minimal auf 1,79 Milliarden Dollar zu. Im Gesamtjahr werde der Umsatz wegen der Konjunkturflaute schwächer ausfallen als zuletzt erwartet, teilte Yahoo am Dienstagabend nach US-Börsenschluss in Sunnyvale (Kalifornien) mit.

Der Gewinn fiel wie von Experten erwartet aus, der Umsatz blieb dahinter zurück. Die Aktie legte nachbörslich in einer ersten Reaktion deutlich zu. Im Tagesverlauf hatte sie noch um mehr als sechs Prozent auf 12,07 Dollar verloren.

Yahoo beschäftigte zuletzt weltweit rund 14.300 Mitarbeiter und hatte bereits den Abbau von 1000 Stellen angekündigt. Der Abbau soll nun noch höher ausfallen.

Der Konzern verliert im wichtigen Geschäft mit Suchanzeigen immer mehr Boden an den Marktführer Google . Im Sommer hatte Yahoo eine Übernahme durch den Softwareriesen Microsoft  abgelehnt. Der Aktienkurs ist seither drastisch abgestürzt.

Der für Experten wichtige Umsatz ohne die an Vertriebspartner gehenden Erlöse stieg im dritten Quartal von 1,28 auf 1,33 Milliarden Dollar.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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