Konzernumbau Springer will in Polen investieren

Axel Springer will sein Auslands- und Onlinegeschäft ausbauen. Unter anderem prüft der Berliner Verlag den Kauf der polnischen Beteiligungen der Mediengruppe Mecom. Das Geld für die Übernahmen will Springer durch den Verkauf von Beteiligungen an Regionalzeitungen zusammensammeln.
Von Klaus Boldt

Hamburg - Vor dem Hintergrund der Finanzkrise und einer drohenden Werberezession will der Axel-Springer-Verlag den Konzernumbau vorantreiben und das Auslands- und Onlinegeschäft verstärken.

Der Verlag erwägt die Übernahme der polnischen Beteiligungen der Mecom-Gruppe, die in Deutschland unter anderem die "Berliner Zeitung" und die "Hamburger Morgenpost" herausgibt. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (24. Oktober) erhältlich ist.

Darüber hinaus wolle Springer in nicht näher genannte börsennotierte Onlinefirmen investieren. Finanziert werden sollen die Übernahmen unter anderem durch den angestrebten Verkauf von Minderheitsbeteiligungen an diversen Regionalzeitungen in Deutschland, darunter Anteile an den "Lübecker Nachrichten" und "Kieler Nachrichten". Springer erwartet einen Erlös von rund 400 Millionen Euro.

Wie das manager magazin weiter berichtet, befinde sich das Berliner Verlagshaus in einer verhältnismäßig komfortablen Situation: Der Schuldenstand ist relativ gering, die Kreditlinie beträgt 1,5 Milliarden Euro. Der Verkauf der Beteiligung an ProSiebenSat.1  habe sich zudem als außerordentlich vorteilhaft erwiesen.

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