Apple-CEO Jobs Kein Herzinfarkt, aber Ermittlungen

Steve Jobs, der charismatische wie unersetzliche Chef von Apple, liege mit Herzinfarkt im Krankenhaus. Dieses Gerücht auf einer CNN-Seite war so schädlich, dass der IT-Konzern tat, was er sonst vermeidet: er dementierte ausdrücklich. Der Kurs stürzte zeitweilig ein. Nun hat die Börsenaufsicht SEC Ermittlungen aufgenommen.

Seattle - Eine Internet-Falschmeldung über einen angeblichen Herzinfarkt des Apple-Chefs Steve Jobs beschäftigt die US-Börsenaufsicht (SEC). Der Bericht erschien am Freitag auf iReport.com, einer vom Fernsehsender CNN betriebenen Website für Bürgerjournalisten.

Unter dem Pseudonym "Johntw" veröffentlichte ein bislang nicht in Erscheinung getretener Autor das Gerücht, Jobs sei mit Herzproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Aktienkurs stürzte ab und erholte sich erst wieder, als Apple  die Meldung dementierte und iReport.com das Posting aus dem Angebot entfernte.

Die SEC habe iReport.com noch am selben Tag kontaktiert, sagte eine CNN-Sprecherin. Man unterstütze die Börsenaufsicht nach besten Kräften mit Informationen über das Posting. "Johntw" habe zuvor nichts auf der Website veröffentlicht. Die Autoren sind nicht gezwungen, sich mit vollem Namen zu registrieren, müssen allerdings eine E-Mail-Adresse angeben.

Jobs war im Juli 2004 wegen eines Tumors an der Bauchspeicheldrüse operiert worden. Wenige Wochen später nahm er seine Geschäfte wieder auf. In letzter Zeit wirkte Jobs auffallend hager, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand anheizte. Ende August wurde irrtümlicherweise ein Nachruf auf ihn veröffentlicht. Der 53-Jährige gilt als nahezu unersetzlich für Apple.

manager-magzin.de mit Material von ap

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