Blackberry Neu bewaffnet im Handykrieg

Der Blackberry-Hersteller RIM steht unter Druck. Immer erfolgreicher dringt Apples iPhone in den Markt für vollausgestattete Geschäftshandys vor, und Googles Android steht schon in den Startlöchern. RIM sieht sich zum Aufrüsten gezwungen - im Unterhaltungsbereich.

San Francisco - Der Handyhersteller Research in Motion (RIM) will seine Blackberry-Geräte für eine größere Zielgruppe attraktiv machen. Unternehmenschef Jim Balsillie stellte bei einer Konferenz in San Francisco am Donnerstag (Ortszeit) neue "Lifestyle-Anwendungen" vor, die eher den Unterhaltungs- denn Geschäftsbereich betreffen.

Unter anderem können Nutzer künftig eine mobile Version des Online-Netzwerks MySpace nutzen. In den USA ist der Zugang zu einem Internet-Radiosender geplant. Die Geräte von RIM sind durch ihre E-Mail-Funktion bekannt geworden und bislang vor allem in der Geschäftswelt beliebt.

Für das weltweit größte Online-Netzwerk MySpace bietet RIM einen an die Geräte angepassten Zugang an. Die Anwendung soll weltweit im Oktober an den Start gehen. Das zweitgrößte Netzwerk Facebook ist bereits verfügbar. Die weiteren Angebote richten sich vor allem an Nutzer in den USA. Dazu gehören der Internet-Radiosender Slacker, das Online-Geschäft Ticketmaster zum Kauf von Eintrittskarten sowie ein Programm, mit dem unterwegs ein Festplattenrekorder des größten US- Herstellers TiVo programmiert werden kann.

Research in Motion erklärte zudem, Microsofts Suchmaschine Live künftig als Standard einzurichten. Die ortsbezogene Suche soll in die Kartendienste des kanadischen Unternehmens integriert werden und somit zum Beispiel helfen, Restaurants in der Nähe zu finden.

RIM hatte kürzlich bereits Microsoft-Programme für Instant Messaging (Kurznachrichten) und E-Mail in seine Telefone integriert. Allerdings bemüht sich auch Google um Blackberry-Nutzer: Der Internet-Konzern hatte in dieser Woche ein Programm vorgestellt, mit dem sich eigene Dienste für Suche, Landkarten und E-Mails auf RIM-Geräten leichter bedienen lassen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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