Samstag, 19. Oktober 2019

Green IT Kosten sparen, statt Klima schonen

Geräte mit geringerem Stromverbrauch helfen, Kosten im Unternehmen zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu entlasten. Doch CIOs in den Anwenderfirmen tun sich schwer, der Green IT zum Durchbruch zu verhelfen: Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander, wie eine Studie von Ernst & Young zeigt.

Stuttgart - Der Klimawandel und die damit drohenden Naturkatastrophen rütteln auf. Der viel zu hohe Ausstoß an Kohlendioxid ist das Hauptproblem, das den Klimawandel vorantreibt. Nur noch rund ein Drittel der Gesamtemissionen des Gases kann die Erde in Sauerstoff umwandeln. Der Löwenanteil landet zwischen dem Erdmantel und der Stratosphäre, wo er zur gefährlichen Erwärmung der Erde beiträgt.

Angesichts der Herausforderung, den Ausstoß von Kohlendioxid auf ein tolerables Maß zu senken, haben auch die IT-Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt. Sie werben mit Green IT. Sie soll durch einen geringeren Stromverbrauch die Emissionen reduzieren helfen und den Unternehmen bei steigenden Strompreisen zu erheblichen Kosteneinsparungen verhelfen.

Und der CIO in den Anwenderunternehmen? Er wäre zwischen IT und Geschäftsführung die ideale Instanz, um einer werthaltigen Grünen IT intern zum Durchbruch zu verhelfen - auch zum Vorteil für Klima und Umwelt. Zumal er sich, sofern die Aussagen der IT-Hersteller stimmen, mit dem Argument einer IT-Kostenentlastung zusätzlich Gehör auf oberster Führungsetage verschaffen könnte.

Auf der Chefetage kaum von Bedeutung

Die grüne Realität bei den Anwendern, also dort, wo der CIO für einen umweltverträglicheren IT-Einsatz vermitteln könnte, sieht aber anders aus. Das fördert vorab ein Auszug aus der Studie "Social Green IT" von Ernst & Young zu Tage. Die komplette Studie soll Anfang Oktober veröffentlicht werden.

Für die Studie wurden 160 Anwenderunternehmen und 158 IT-Anbieter, mehrheitlich IT-Hersteller, im deutschsprachigen Raum befragt. Auf diese Weise wurde das Angebot an Green IT auf den tatsächlichen Bedarf gespiegelt. Augenscheinlich hat bisher die Grüne IT bei den Anwendern kaum Anklang gefunden.

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