IT-Panne Flugverspätungen in USA

Ein Softwarefehler hat in den USA zu massiven Verspätungen im Flugverkehr geführt. Die Behörden versichern zwar, dass kein Sicherheitsrisiko bestanden habe. Der Vorfall zeigt aber, wie empfindlich das Luftfahrtsystem auf IT-Probleme reagiert.

Atlanta - Am schwersten betroffen von dem Ausfall eines Luftfahrtkommunikationszentrums war am Dienstag der Nordosten des Landes, wie die US-Luftfahrtbehörde (FAA) mitteilte. Grund für die Panne sei ein Softwarefehler gewesen. Hunderte Flüge seien deshalb verspätet gewesen, sagte FAA-Sprecherin Kathleen Berger. Die genaue Zahl stehe noch nicht fest. Innerhalb von 24 Stunden würden in den USA durch die FAA mehr als 300.000 Flugpläne bearbeitet.

Die Panne trat in einer Anlage der FAA südlich von Atlanta auf, in der Flugpläne für die Osthälfte der USA bearbeitet werden, wie Bergen erklärte. Eine Übertragungsleitung sei ausgefallen, durch die Daten an eine ähnliche Anlage in Salt Lake City übertragen würden.

Zeitweise seien rund drei Dutzend größere Flughäfen betroffen gewesen. Ein Sicherheitsrisiko habe nicht bestanden und man habe zu allen Piloten in den Maschinen in der Luft sowie am Boden Kontakt halten können, sagte Berger. Inzwischen habe sich die Lage normalisiert.

Die Panne betrifft eine Behörde, die selbst immer wieder wegen ihrer knappen Personalpolitik bei den Fluglotsen und der Standards bei den Inspektionen in der Kritik steht. Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain erklärte, die Panne zeige wieder einmal, dass das gesamte Luftfahrtsystem der USA dringend reformiert werden müsse.

manager-magazin.de mit Material von ap

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