AMD TV-Sparte geht an Broadcom

Der angeschlagene amerikanische Chiphersteller AMD hat einen Käufer für sein Geschäft mit Prozessoren für digitale TV-Geräte gefunden. Der Konkurrent Broadcom übernimmt die verlustreiche Sparte.

Sunnyvale (Kalifornien) - Der Wettbewerber Broadcom  übernehme die Sparte für knapp 193 Millionen Dollar (130 Millionen Euro), teilte AMD  am Montag am Firmensitz in Sunnyvale mit. Der Verkauf ist Teil eines umfassenden Konzernumbaus bei AMD mit der Konzentration auf Kernaktivitäten.

Erst im vergangenen Monat hatte der Rivale des deutlich größeren Branchenführers Intel  nach einem Milliardenverlust den Chef ausgetauscht. An der AMD-Spitze steht nun der zuvor für das operative Geschäft zuständige Chip-Designer Dirk Meyer. Allein im zweiten Quartal erlitt AMD hauptsächlich wegen der TV-Chip-Sparte einen Verlust von 1,19 Milliarden Dollar. Der Verkauf soll bis Jahresende abgeschlossen werden.

Bei Abschluss des Geschäfts könnte eine einmalige Aufwandsverbuchung nötig sein, teilte Broadcom mit. Aktien von Broadcom büßten im frühen New Yorker Handel gut 2 Prozent ein. AMD-Titel hingegen gewannen mehr als 5 Prozent, nachdem sie im vorbörslichen US-Handel schon sehr fest waren.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.