QSC Glänzende Aussichten

Beim Telekommunikationsanbieter QSC laufen die Geschäfte gut. So gut, dass die Kölner jetzt sogar ihre Prognose anheben. Den Aktionären gefällt es: Die Aktie schießt nach oben.

Köln - QSC  hat die Anleger am Montag nach einem starken zweiten Quartal mit einer Anhebung seiner Jahresprognosen überrascht. An der Börse schossen die Aktien daraufhin um fast neun Prozent nach oben.

QSC kündigte an, nach einer "sehr guten Entwicklung" im zweiten Quartal nun im Gesamtjahr mit einem Umsatz von mehr als den bislang angepeilten 405 Millionen Euro zu rechnen. Zudem solle der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2008 die zuletzt angestrebten 60 Millionen Euro übersteigen.

QSC sieht sich auch auf gutem Weg, unter dem Strich die schwarze Null zu erreichen. "Im zweiten Halbjahr wird QSC in die Gewinnzone zurückkehren", kündigte Firmenchef Bernd Schlobohm an.

Im zweiten Quartal fiel nach vorläufigen Zahlen noch ein Verlust von 1,5 Millionen Euro an. Eigentlich wollten die Kölner bereits 2007 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Doch der Netzausbau, der Broadnet-Kauf und Probleme bei der Übernahme von Anschlüssen der Deutschen Telekom  führten zu einem Verlust von 10,4 Millionen Euro.

Jetzt ist der Engpass gelöst und QSC auf gutem Weg, sein Netz im laufenden Jahr profitabel zu machen. Dazu brauche die Firma rund 550.000 geschaltete DSL-Leitungen, hatte Schlobohm in einem Interview erläutert. Im zweiten Quartal seien 93.600 neue DSL-Leitungen geschaltet worden, damit liege die Gesamtzahl nun bei 467.100, teilte QSC mit. Schlobohm hatte angekündigt, dass er auch im dritten und vierten Quartal mit einem ähnlichen Zuwachs rechne.

QSC erzielt den größten Umsatz mit Wiederverkäufern, insbesondere am DSL-Massenmarkt. Im Wesentlichen gestützt auf das Wachstum in diesem Segment steigerte QSC im zweiten Quartal den Umsatz um 26 Prozent auf 100 Millionen Euro, das Ebitda um 30 Prozent auf 14,2 Millionen Euro.

Noch 2008 rechnet Schlobohm mit weiteren Wholesale-Kunden und sucht zudem mit Hochdruck nach einem Partner für seine Netzgesellschaft Plusnet. United Internet , Freenet  oder Hansenet - die DSL-Anschlüsse von QSC unter eigenem Namen an Endkunden vermarkten - hatte Schlobohm als eine, aber nicht die einzige Option bezeichnet.

manager-magazin.de mit Material von reuters