Deutsche Telekom Gericht verbietet iPhone-Werbung

Die Deutsche Telekom darf für das iPhone nicht mehr mit dem Slogan "freier Internetzugang mit unbegrenzter Datenflatrate" werben. Ein VoIP-Anbieter hatte moniert, dass diese Ankündigung nicht der Realität entspreche.

Düsseldorf/Hamburg - Das Hamburger Landgericht hat die Werbung der Deutschen Telekom  für das Apple-Handy iPhone verboten. So dürfe der iPhone-Tarif "Complete" nicht mehr mit "freiem Internetzugang mit unbegrenzter Datenflatrate" beworben werden, befand das Gericht (Az.: 315 O 360/08). Es folgte damit einem Antrag des Düsseldorfer Internettelefonie-Anbieters Indigo Networks, der den Dienst Sipgate betreibt.

Indigo hatte erfolgreich moniert, dass der Internetzugang nicht frei sei, weil etwa die Internettelefonie und das Chatten nicht erlaubt seien. Auch werde die Bandbreite des Internetzugangs ab einem bestimmten Datenvolumen beschränkt. Zudem werde der sichere Zugriff auf geschützte Unternehmensdaten mittels sogenannter VPN-Tunnels nicht erlaubt.

"Schon bei einer vergleichsweise geringen Nutzung des Zugangs verlangsamt T-Mobile künstlich die Zugriffsgeschwindigkeit eines iPhone-Kunden. Im Ergebnis sind damit zahlreiche Dienste, wie beispielsweise Internetradios oder andere Videofilm-Streams, gar nicht oder nur erheblich eingeschränkt nutzbar", argumentierte Indigo.

Der Streit um die iPhone-Werbung ist nicht der einzige Punkt, der die Telekom und Indigo entzweit. Die beiden Unternehmen streiten auch um eine Voice over IP (VoIP)-Lösung in der Betaversion, die Indigo für geknackte iPhones anbietet. Die Telekom mahnte das Unternehmen ab, weil den Kunden unter anderem nicht klar sei, was eine Betaversion ist. Folglich fordere Indigo indirekt zum illegalen Knacken des iPhones auf. Bisher wollte Indigo die geforderte Unterlassungserklärung nicht unterzeichnen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.