Deutsche Post IT-Verwaltung bleibt im Haus

Anders als angekündigt wird die Deutsche Post ihre IT-Verwaltung nicht an Hewlett-Packard auslagern. Die Einsparungen von einer Milliarde Euro, die das Outsourcing bringen sollte, visiert die Post weiterhin an.

Bonn - Die Deutsche Post  wird entgegen ihren ursprünglichen Absichten ihre Verwaltung der Rechenzentren und des Datenmanagements doch nicht an den US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP)  übertragen. Post-Sprecherin Nicole Mommsen bestätigte den Rückzieher von den Outsourcing-Plänen am Freitag in Bonn.

Beide Unternehmen hatten für die Auslagerung der Verwaltung der Rechenzentren und des Datenmanagements des Post-Konzerns im Januar eine Absichtserklärung unterzeichnet. Auch die Telekom-Tochter T-Systems war an dem Auftrag interessiert, zog aber den Kürzeren.

Es habe sich nach Prüfungen inzwischen herausgestellt, dass die Post ihre Ziele von Kosteneinsparungen in eigener Regie besser erreichen könne, sagte Mommsen.

Ursprünglich wollte die Post mit der Auslagerung in den nächsten sieben Jahren Einsparungen in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro erreichen. "Diese Ziele sollen auch weiterhin erreicht werden", sagte Mommsen. An der etablierten Partner-Beziehung mit HP werde sich nichts ändern.

Rund 2500 Mitarbeiter, die sich unter anderem um Datenmanagement und Netzwerke der Post kümmern, bleiben jetzt also bei dem Unternehmen und wechseln nicht zu HP. Sie sind vor allem in Rechenzentren in Prag, Scottsdale (USA), Cyberjaya (Malaysia) sowie an einigen europäischen Standorten tätig.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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