SAP-Chef "Oracle ist gut für uns"

SAP-Chef Henning Kagermann zeigt sich einmal mehr unbeeindruckt von den jüngsten Zukäufen seines Erzrivalen, Oracle-Chef Larry Ellison. Kagermann sieht in dem harten Wettbewerb sogar Vorteile für den Walldorfer Softwarekonzern.

Berlin - Die Einkaufstour des US-Konkurrenten Oracle  wird laut SAP-Chef Henning Kagermann auch dauerhaft nicht dazu führen, dass SAP  als weltgrößter Hersteller von Unternehmenssoftware auf den zweiten Platz der Branche zurückfällt. "Es wird Sie vielleicht überraschen: Aber Oracle ist gut für uns", sagte Kagermann der "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Oracle-Chef Larry Ellison kaufe zwar "mit kleineren Wettbewerbern auch deren Marktanteile" ein, so der SAP-Chef. "Er nimmt uns damit aber keine Anteile weg. Ganz im Gegenteil: Wir bauen ständig unsere Marktposition aus, wir sind doppelt so groß wie Oracle und wachsen dabei vorwiegend organisch, aus eigener Kraft." Das Ziel von SAP sei es, "den Produktumsatz weiterhin im zweistelligen Prozentbereich" zu steigern und damit "doppelt so schnell" wie der Markt zu wachsen.

"Dass die Wachstumsraten nicht mehr ganz so beeindruckend klingen wie in früheren Zeiten, liegt daran, dass wir inzwischen als Weltmarktführer ein hohes Niveau erreicht haben." Derzeit stiegen die Erlöse von SAP jährlich um rund eine Milliarde Euro. Kagermann: "Das ist mehr, als unser nächst größerer deutscher Wettbewerber überhaupt an Gesamtumsatz erwirtschaftet."

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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