Telkos Netzagentur zieht sich zurück

Die Bundesnetzagentur zieht sich weiter aus der Branche zurück. Nach den Auslandstelefonaten werden jetzt auch die Inlandstelefonate, die über das Festnetz geführt werden, dem freien Wettbewerb überlassen. Die Telefonanschlüsse bleiben jedoch im Blick der Behörde.

Bonn - Verbindungen aus dem Festnetz in andere inländische Fest- und eventuell auch Mobilfunknetze sollen künftig nicht mehr reguliert werden, teilte die Bundesnetzagentur am Mittwoch mit. In den vergangenen zwei Jahren wurde bereits der Markt für Verbindungen in ausländische Netze in die Wettbewerbsfreiheit entlassen.

Es gebe inzwischen einen starken Wettbewerb, der sich in günstigen Preisen für die Verbraucher widerspiegle, erklärte Behördenpräsident Matthias Kurth. Dies gelte auch für den Mobilfunkmarkt, auch wenn bislang die Preissenkungen durch die Absenkung der Terminierungsentgelte noch nicht vollständig weitergereicht worden seien.

Beide Märkte sollen künftig unter das normale Wettbewerbsrecht fallen und das Bundeskartellamt die Aufsicht übernehmen. Die Marktteilnehmer haben die Möglichkeit, bis zum 4. August Stellung zu nehmen.

Den Bereich der Telefonanschlüsse wird dagegen weiterhin durch die Bundesnetzagentur reguliert. Auf diesem Gebiet hat die Deutsche Telekom  weiterhin eine starke Marktstellung. Zu dem Bereich gehören unter anderem die Vorleistungen wie die Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung. Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es hier noch keinen wirksamen Wettbewerb.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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