Mittwoch, 24. April 2019

Drucker Tinte von der Tankstelle

Gute Drucker gibt es heute schon für 50 Euro. Das Problem dabei: Die Tintenpatronen kosten im Original fast genauso viel. Wer selbst nachfüllt, kann eine Menge Geld sparen. Doch der Aufwand lohnt sich nicht für jeden.

Stuttgart - Die Freude beim Kauf eines Tintenstrahldruckers ist angesichts des günstigen Anschaffungspreises oft groß. Groß ist jedoch auch die Ernüchterung beim Kauf neuer Druckerpatronen: Ein Set aus schwarzer und farbiger Tinte kostet nicht selten 50 Euro oder mehr und ist damit häufig ebenso teuer wie der Drucker selbst.

Günstige Drucker, teure Patronen: Über die Tinte verdienen die Hersteller ihr Geld
"Man kann durchaus davon ausgehen, dass die Hersteller ihren Umsatz über die Tinte machen - und die Geräte deshalb sehr günstig anbieten", sagt Hannelore Brecht-Kaul von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Es ist aber möglich, auf Druckerpatronen anderer Hersteller auszuweichen."

Nachgebaute oder wiederbefüllte Tintenpatronen gibt es für die meisten Druckermodelle. Und sie kosten teilweise bis zu 50 Prozent weniger als das Original.

Auf der Suche nach billiger Tinte sollte aber nicht wahllos vorgegangen werden, warnt Johannes Schuster von der Computerzeitschrift "C't": Neben der Farbe müsse auch die Zusammensetzung der Tinte stimmen. Ist sie zu zäh, laufe sie auf dem Weg zu den Düsen nicht schnell genug nach. Ist sie zu flüssig, könne sie auslaufen oder auf dem Papier verschmieren.

Die Alternativtinte sollte zudem zum jeweiligen Druckermodell passen. "Bei den meisten Tinten muss man Abstriche bei der Lichtbeständigkeit machen."

Welche Tinte gut und welche schlecht ist - darauf gibt es keine generelle Antwort. Das variiert je nach Hersteller und Druckermodell. Fast alle großen Computermagazine haben jedoch bereits Alternativtinten getestet. Das Fazit: "Theoretisch ist es schon möglich, mit Ersatztinte gute Druckqualität zu erzielen und Geld zu sparen", sagt Schuster. Aber allein auf die Angaben der Hersteller zu bauen, reicht nicht. Verbraucherschützerin Brecht-Kaul rät daher, sich vor dem Kauf von Alternativtinte gut zu informieren.

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