Yahoo-Verkauf Icahn nennt seinen Wunschpreis

Der Schlagabtausch zwischen Yahoo und Carl Icahn geht weiter: In einem Brief nannte der Großaktionär seinen Preis für einen Verkauf des Konzerns an Microsoft und bekräftigte seine Forderung nach Ablösung von Konzernchef Jerry Yang. Yahoo konterte mit dem Vorwurf, Icahn habe keinen glaubwürdigen Plan für den Konzern.

New York - Sollte Icahn die Kontrolle bei Yahoo  übernehmen, würde er den Verwaltungsrat auffordern, das Unternehmen freiwillig an Microsoft  zu verkaufen, schrieb der Investor in dem Brief. Er schlug dem aktuellen Yahoo-Verwaltungsratschef Roy Bostock einen Preis von 34,375 Dollar je Aktie als angemessen vor. Bei dem im Mai abgeblasenen Übernahmeangriff hatte Microsoft zum Schluss 33 Dollar je Aktie geboten. Yahoo forderte dem Windows-Konzern zufolge mindestens 37 Dollar. Der Wert der Yahoo-Aktie liegt zurzeit bei circa 26 Dollar.

Der als Firmenjäger berüchtigte Icahn will auf einer auf den 1. August verschobenen Hauptversammlung seine Kandidaten in den Verwaltungsrat bringen. Der Milliardär hielt nach letzten verfügbaren Angaben zwar lediglich 4,2 Prozent an Yahoo und wollte auf 7 Prozent aufstocken - seine heftige Kritik könnte aber auf offene Ohren auch bei anderen Investoren stoßen. Die Yahoo-Aktie war nach der Rücknahme der Microsoft-Offerte eingebrochen und einige Anleger zweifeln daran, dass der Internetkonzern tatsächlich mehr wert ist.

Yahoo betonte in der Reaktion auf Icahns Brief, man sei nach wie vor grundsätzlich zu jeder Transaktion inklusive eines Verkaufs an Microsoft bereit, wenn die Konditionen im besten Interesse der Aktionäre seien.

manager-magazin.de mit Material von dpa