Sprint Nextel Facelifting für die Telekom?

Der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel erwägt offenbar den Verkauf oder die Ausgliederung des erst 2005 erworbenen Nextel-Geschäftsbereichs. Allein würde Sprint auch für die Deutsche Telekom, der ein Interesse an dem Unternehmen nachgesagt wird, weitaus attraktiver sein.

New York - Es habe bereits Gespräche mit Interessenten gegeben, eine Transaktion stehe aber nicht unmittelbar bevor, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag auf seiner Internetseite unter Berufung auf Kreise. Cyren Call, die Firma von Nextel-Gründer-Gründer Morgan O'Brien, versuche derzeit, ein Konsortium für den Kauf von Nextel zusammenzubringen, und O'Brien verhandle bereits mit Sprint. Einen Kommentar zu dem Bericht habe Sprint Nextel  abgelehnt.

Als potenzieller Kaufinteressent war jüngst auch die Deutsche Telekom  kolportiert worden. DER SPIEGEL hatte am Wochenende berichtet, Telekom-Manager und ihre US-Kollegen analysierten derzeit diverse Optionen einer Übernahme oder eines Zusammenschlusses mit dem US-Mobilfunkanbieter. Noch gebe es zwar kein Angebot und keine offiziellen Verhandlungen, das Projekt stehe jedoch auf der Prioritätenliste der Telekom weit oben.

Durch eine Übernahme des verbliebenen Sprint-Geschäftsbereichs könnte der Bonner Konzern in die Phalanx der marktanteilsstärksten Mobilfunkanbieter auf dem US-Markt eindringen. Gegenwärtig ist die Telekom mit 28,7 Millionen Kunden der viertgrößte Mobilfunkanbieter in den USA.

Seit Mitte März wird immer wieder über eine Übernahme von Sprint Nextel spekuliert. Hintergrund ist der massive Einbruch der Aktie, deren Wert sich innerhalb eines Jahres um zwei Drittel reduzierte. Sprint hatte Nextel im Jahr 2005 für 35 Milliarden Dollar übernommen.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa-afx

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