Deutsche Telekom Millionenstrafe bestätigt

Ein EU-Gericht hat in erster Instanz eine Geldbuße bestätigt, die gegen die Deutsche Telekom verhängt worden war. Demnach hat der Ex-Monopolist von Wettbewerbern zu hohe Gebühren für die Nutzung seiner Netze verlangt.

Brüssel/Luxemburg - Ein EU-Gericht hat am Donnerstag eine Strafe gegen die Deutsche Telekom  wegen Wettbewerbsbehinderung bestätigt. Die EU-Kommission hatte 2003 ein Bußgeld von 12,6 Millionen Euro gegen die Telekom verhängt. Sie warf dem Ex-Monopolisten vor, den Zugang ihrer Konkurrenten zu ihrem Telefonfestnetz fünf Jahre lang durch überhöhte Entgelte behindert zu haben.

Das Europäische Gericht erster Instanz bestätigte in seinem in Luxemburg veröffentlichten Urteil, die Telekom habe ihre Wettbewerber praktisch gezwungen, ihren Kunden höhere Preise zu berechnen als sie selbst. Damit habe sie ihre Marktmacht missbraucht. Die EU-Kommission wertete das Urteil als wichtigen Präzedenzfall.

"Dieses Urteil bestätigt, dass marktbeherrschende Unternehmen ihrer Verpflichtung, Konkurrenten Zugang zu ihren Netzen zu gewähren, nicht durch eine unfaire Preispolitik entkommen können", erklärte die oberste europäische Wettbewerbsbehörde in Brüssel. Auch der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), der die deutschen Konkurrenten der Telekom vertritt, begrüßte das Urteil.

manager-magazin.de mit Material von ap

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