Motorola Weitere 2600 Stellen gestrichen

Die Sparmaßnahmen beim angeschlagenen US-Konzern Motorola gehen weiter. Neben der am Donnerstag bekannt gegebenen Werksschließung sollen nun 2600 Mitarbeiter mehr als geplant den Telekomausrüster verlassen.

Schaumburg - Motorola  werde sich von weiteren 2600 Mitarbeitern trennen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Damit erhöht sich die Zahl der Stellen, die seit Anfang 2007 abgebaut wurden, auf mehr als 10.000.

Der US-Telekomausrüster hatte in der vergangenen Woche bekannt gegeben, die Handysparte abspalten zu wollen. In diesem Geschäft ist das US-Unternehmen stark unter Druck geraten.

Motorola hatte jahrelang von der Nachfrage nach dem superflachen Klapphandy Razr profitiert, allerdings in der letzten Zeit nicht an den Erfolg anknüpfen können. Den zweiten Platz nach Nokia  in der Rangliste der weltweit größten Handyhersteller hatte der Konzern im vergangenen Jahr an Samsung  abgeben müssen.

Für den zusätzlichen Stellenabbau will das Unternehmen im ersten Quartal Rückstellungen in Höhe von 104 Millionen Dollar (67 Millionen Euro) vornehmen. Die Aktie von Motorola gab nach der Ankündigung des Arbeitsplatzabbaus im nachbörslichen Handel nach.

Erst gestern hatte der Telekomausrüster die Schließung eines Werks in Singapur bekannt gegeben. Davon betroffen sind rund 700 Mitarbeiter.

manager-magazin.de mit Material von ap

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