Musikindustrie Weniger illegale Downloads

Die Zahl illegaler Musik-Downloads ist in Deutschland im vergangenen Jahr spürbar zurück gegangen. Grund dafür sei ein massiver rechtlicher Druck, sagen Experten. Der Bundesverband Musikindustrie sagt der Internetpiraterie weiterhin den Kampf an.

Hamburg - Die Nutzer luden 2007 rund 312 Millionen Songs unrechtmäßig aus dem Netz herunter - im Jahr 2006 waren es noch 374 Titel. Dies geht nach Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie vom Sonntag aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Der Verband bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL.

"Wir führen das (den Rückgang) auf den massiven rechtlichen Druck im letzten Jahr zurück", sagte Verbandsvorsitzender Dieter Gorny dem Magazin. "Unser Ziel ist es, die Internetpiraterie auf ein tolerables Maß zu reduzieren. Dabei setzen wir neben individueller Rechtsverfolgung vor allem auf mehr Verantwortung bei den Providern."

Plattenfirmen wie Sony BMG, die Künstler wie Alicia Keys vertreten, klagen seit Jahren über Einnahmeneinbußen aufgrund illegaler Kopien.

Auch nutzten laut der Studie erstmals mehr Menschen legale Angebote für den Musik-Download als illegale Tauschbörsen, wie es in dem Bericht weiter heißt. Allerdings sei trotz aller Versuche der Plattenfirmen, den Musikklau einzudämmen, noch immer etwa zehnmal mehr gestohlene Musik im Umlauf als rechtmäßig erworbene.

Der Studie zufolge brennt jeder zweite Deutsche regelmäßig CDs oder DVDs. Die Zahl gebrannter Rohlinge ging laut Bericht jedoch von 766 Millionen 2006 auf 685 Millionen zurück. Das liege auch daran, dass ein Großteil der Titel inzwischen direkt auf Festplatten und MP3-Spielern lande.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa

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