Internet/Mobilfunk Telekom senkt Tarife

Die Deutsche Telekom heizt den Wettbewerb im Internet- und Mobilfunkgeschäft mit Preissenkungen weiter an. Erstmals führt die Mobilfunktochter T-Mobile zudem einen Pauschaltarif ein. Wettbewerber Vodafone D2 zog umgehend nach.

Hannover - "Im Preisvergleich haben wir niemanden zu fürchten", sagte Timotheus Höttges, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom , am Montag vor Eröffnung der Computermesse Cebit. Die Preise für Entertain-Pakete - die Telefonieren, Internet und Fernsehen via Breitband umfassen würden um bis zu 17 Prozent gesenkt. Die Pakete kosten nun zwischen 50 und 70 Euro pro Monat.

Die Unterhaltungsangebote sind wesentlicher Bestandteil der Strategie der Telekom, mit der sie den Verlust herkömmlicher Festnetzanschlüsse eindämmen und neue Umsatzfelder erschließen will. Der Konzern gibt Milliarden aus, unter anderem um sein Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL) leistungsfähiger zu machen und sein Breitbandnetz in der Fläche auszubauen. Bis Jahresende soll die Netzabdeckung auf rund 96 Prozent von 94 Prozent steigen.

Auch im Mobilfunkbereich will die Telekom in die Offensive gehen. Erstmals will die Handysparte T-Mobile einen Pauschaltarif für Telefonate in alle Netze einführen. Dafür fallen im Monat knapp 80 Euro an, wie T-Mobile- Deutschland-Chef Philipp Humm sagte.

Nur zwei Stunden nach T-Mobile kündigte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen zum 21. April eine Flatrate an. "Wir lassen keinen allein davonziehen", sagte der Manager. Mit 79,95 Euro im Monat verlangt Vodafone genau so viel wie T-Mobile.

Lange Zeit scheuten die Netzbetreiber solche Pauschalen, weil das Nutzungsverhalten der Kunden schwer abzuschätzen ist. Die Anbieter zahlen Gebühren, wenn Gespräche in andere Netze geleitet werden. Passiert das zu häufig, kann eine Flatrate zum Verlustgeschäft werden. Schon seit einem Jahr bietet die KPN-Tochter E-Plus eine Flatrate in alle Netze an.

Neben der Flatrate senkt T-Mobile auch die Preise für mobile Datendienste. Der Internetzugang über das Handy koste vom 7. April an 9,95 Euro monatlich, erklärte Humm. Für Laptops gebe es eine monatliche Flatrate von 34,95 Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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