Google Es macht zu wenig Klick

Der Abschwung macht auch vor Google nicht Halt. Die Zugriffe auf Seiten des Internetkonzerns gehen zurück - und damit die Chance auf Werbegewinne. Nach dem jüngsten Absturz erholt sich der Aktienkurs zwar leicht. Doch seit November wurden 80 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet.

New York - Rückläufige Nutzerdaten haben den steilen Sinkflug des bisherigen Börsenlieblings Google an den Aktienmärkten beschleunigt. Nach erneut herben Abschlägen am Dienstag im US-Handel ist die Aktie  seit ihrem Rekordhoch Anfang November um fast 40 Prozent eingebrochen. Weit über 80 Milliarden Dollar (53 Milliarden Euro) an Börsenwert gingen so seither verloren.

Die für Google wichtige Zahl der Klicks von Internetnutzern auf Werbeanzeigen bei den Suchergebnissen ist im Januar dem Datenanbieter Comscore zufolge in den USA leicht gesunken. Der Konzern verdient hauptsächlich durch diese bezahlten Klicks sein Geld. Viele Analysten sehen die stagnierenden Klickraten als Beleg, dass auch Google vor den Folgen der US-Konjunkturkrise nicht gefeit ist.

Die Schweizer Bank UBS senkte ihr Kursziel für die Google-Aktie von bisher 650 auf 590 Dollar. Die Investmentbank Merrill Lynch senkte ihr Kursziel noch deutlicher von 710 auf 580 Dollar. Beide Werte sind immer noch weit über dem aktuellen Niveau. In New York erholte sich das Papier am Mittwoch leicht, nachdem es am Dienstag mehr als 4,5 Prozent auf 464,19 Dollar verloren hatte.

Erst im November hatte die Aktie ihren bisherigen Höchststand von 747,24 Dollar erreicht. Ein Trost für viele Anleger trotz des Kurssturzes seither: Wer Google-Papiere seit dem Börsengang vor gut dreieinhalb Jahren besitzt, hat sein Vermögen gut verfünffacht.

Google dominiert die Internet-Suche und die Online-Werbung. Schärfste Wettbewerber sind der Internet-Konzern Yahoo  und Microsoft . Der weltgrößte Softwarekonzern will derzeit mit einer Übernahme von Yahoo die Übermacht des Erzrivalen Google brechen. Yahoo sperrt sich bislang aber gegen den milliardenschweren Kauf.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Fotostrecke: Das gehört zu Google

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