Getty Images Finanzinvestor zahlt 2,4 Milliarden Dollar

Nach rund einmonatiger Suche hat die US-Fotoagentur Getty Images einen neuen Eigentümer gefunden: Der Investor Hellman & Friedman, der auch am Axel-Springer-Verlag beteiligt ist, übernimmt den weltgrößten Foto- und Videolieferanten für Medienunternehmen.

New York - Die Fotoagentur Getty Images soll für rund 2,4 Milliarden Dollar von der Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman übernommen werden. Der Kaufpreis, den die Investorengruppe des Vorstandschefs Brian Powers bezahlt, beinhaltet Schulden in Höhe von bis zu 400 Millionen Dollar. Die Getty-Aktionäre erhalten 34 Dollar in bar, gab Getty am Montag in New York bekannt.

Die 1995 gegründete Bild- und Videoagentur ist durch Zukäufe rasch gewachsen, leidet aber unter dem scharfen Wettbewerb am Bildmarkt. Zu den Kunden gehören Werbeagenturen und Medien. Größte Konkurrenten sind Jupitermedia und die private Agentur Corbis des Microsoft-Gründers Bill Gates. Weitere Wettbewerber sind Nachrichtenagenturen mit ihrem Bildangebot. Das Internet als riesiger Markt und günstiger Vertriebsweg brachte zudem eine Vielzahl neuer Rivalen hervor, die ihre Bilder meist günstiger anbieten.

Der Börsenwert von Getty hatte sich bis Jahresanfang binnen zwölf Monaten fast halbiert. Der Kaufpreis sei ein Aufschlag von 55 Prozent auf den Kurs von Mitte Januar, als Getty seine Verkaufsabsichten bekanntgab, hieß es. Zum Handelsauftakt am Montag schoss die Getty-Aktie  um gut 31 Prozent auf 32,10 Dollar nach oben.

Der Übernahme müssten die Aktionäre noch zustimmen und ihre Anteile verkaufen. Das Geschäft soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Der Bieterwettbewerb war laut Berichten nur zäh angelaufen. Zwar waren demnach einige private Beteiligungsgesellschaften interessiert. Eine Übernahme ist aber angesichts der Krise an den Kreditmärkten derzeit weit schwerer finanzierbar als früher.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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