Premiere Murdoch stockt auf

Schluckt Rupert Murdoch den Bezahlsender Premiere? Der Medienzar steigert seinen Anteil auf 19,9 Prozent. Damit gibt er Übernahmefantasien neue Nahrung. Die Aktie von Premiere legt deutlich zu.

Frankfurt am Main - Die Premiere-Aktie  ist am Donnerstagnachmittag nach einer Anteilserhöhung durch das Medienunternehmen News Corp. kräftig nach oben geschnellt. Kurz zuvor hatte es bereits Gerüchte darüber am Markt gegeben.

Bis 17.30 Uhr sprang der Titel des deutschen Bezahlfernsehsenders um 3,9 Prozent auf 15,01 Euro nach oben, während der MDax  zugleich um 1,14 Prozent auf 9207,72 Punkte zulegte.

Die Aktie reagiere eindeutig auf die Anteilserhöhung durch die von US-Investor Rupert Murdoch kontrollierte News Corp., sagten Händler. Das rege wieder die Übernahmefantasien an. "Nach der Stimmrechtemitteilung von Morgan Stanley hatte es bereits Gerüchte gegeben, die die Aktie nach oben trieben. Die Kreisemeldungen und zuletzt die Bestätigung haben Premiere dann noch weiter steigen lassen."

Der Medienkonzern, der bislang 14,58 Prozent an Premiere hielt, bestätigte am Nachmittag der Nachrichtenagentur dpa, seinen Anteil auf 19,9 Prozent erhöht zu haben.

Die Investmentbank Morgan Stanley hatte bereits am späten Vormittag bekannt gegeben, die Schwellen von 5 und 3 Prozent bei Premiere unterschritten zu haben und nun nur noch 0,26 Prozent der Stimmrechte zu halten. "Dass Morgan Stanley an die News Corp. verkauft hat, war nicht schwer zu erraten, schließlich ist die Bank unter anderem Broker für Murdoch. Um Meldeschwellen zu umgehen, ist es gängige Praxis über einen Broker Aktienanteile zu sammeln", sagte ein Händler.

Ein Analyst sagte: "Spannend bleibt nun die Frage, ob das australische Unternehmen eine Komplettübernahme von Premiere anstrebt oder nur einen Mehrheitsanteil. Aber das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht zu beantworten."

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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