Freenet Inhalte statt DSL-Anschlüsse

Freenet braucht eine neue Strategie. Künftig wolle man vor allem mit Netzinhalten Geld verdienen, heißt es aus dem Unternehmen. Deswegen soll die DSL-Sparte verkauft werden. Außerdem kündigt Vorstandschef Eckhard Spoerr einen Aktienrückkauf an.

Hamburg - Der Telekomanbieter Freenet  hat sein Breitbandgeschäft zum Verkauf gestellt. Es würden erste Gespräche mit Interessenten geführt, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Damit konkretisieren sich Planungen des Unternehmens, über die manager magazin bereits vorab exklusiv berichtete.

Das Unternehmen erhält derzeit eine Holding-Struktur, bei der das DSL-Geschäft in einen eigenen Bereich ausgegliedert wird. Freenet setze auf das mobile Internet und Inhalte, daher sei das Zugangsgeschäft nicht notwendig.

Die Sprecherin ließ offen, welche Unternehmen an dem DSL-Geschäft mit seinen rund 1,3 Millionen Kunden Interesse angemeldet haben. Der Erlös aus dem Verkauf könnte an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Freenet kündigte zudem an, dass ein Aktienrückkaufprogramm geplant ist. Der Aufsichtsrat müsse dem aber noch zustimmen, sagte die Sprecherin. Sie äußerte sich zufrieden über das Geschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Für 2007 hatte die Gesellschaft einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 250 Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn von 160 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die finalen Arbeiten der Jahresabschlusserstellung liefen noch, aber es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass die Ergebnisziele nicht erreicht würden, sagte die Sprecherin.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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