Microsoft-Offerte Yahoo-Großaktionär signalisiert Zustimmung

Kurz nachdem Yahoo die 45 Milliarden Dollar schwere Offerte von Microsoft abgelehnt hat, meldet sich der erste Großaktionär des Internetkonzerns zu Wort. Der Investmentfonds Legg Mason befürwortet grundsätzlich eine Fusion beider Unternehmen, fordert aber wie die Yahoo-Führung mehr Geld.

Boston/Seattle - Der geschätzte faire Wert für eine Yahoo-Aktie  liege eher bei 40 Dollar als bei den von Microsoft  gebotenen 31 Dollar, hieß es in einem am Dienstag verbreiteten Rundbrief des Großaktionärs Legg Mason Capital Management. Der Investor hält 6 Prozent der Yahoo-Aktien und liegt damit an zweiter Stelle hinter Capital Research & Management mit 11 Prozent.

Das Geschäft sei für Microsoft aus strategischer Sicht zwingend, hieß es weiter. Yahoo werde Schwierigkeiten haben, seine Unabhängigkeit zu verteidigen.

Der Internetkonzern selbst hatte das Übernahmegebot am Montag abgelehnt. Analysten zufolge versuchen die Großaktionäre des angeschlagenen Konzerns, eine Vereinbarung mit dem weltgrößten Softwarehersteller zustande zu bringen. "Die besonders lautstarken Fonds haben Yahoo geradezu bedrängt, das nächste Gebot besser anzunehmen", sagte Jordan Rohan von RBC Capital.

Von den führenden 100 Aktionären haben etwa 53 Bestände an beiden Firmen. Etwa drei Viertel der Yahoo-Aktien sind im Besitz von Investitionsfirmen, 10 Prozent gehören Firmenmitgliedern.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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