O2 Längere Leitung

O2 setzt künftig mehr auf eigene Stärke und baut sein Netz massiv aus. Bis Ende 2009 will die Telefonica-Tochter, die bislang noch auf die Infrastruktur der Telekom zurückgreift, ihren Kunden nahezu flächendeckende Mobilfunkanbindung aus eigener Hand bieten.

Barcelona - "Der Netzausbau ist ein wichtiger Schritt, um unsere Marktposition weiter auszubauen. Mittelfristig wollen wir zu den Marktführern aufschließen", sagte Jaime Smith Basterra, Chef von O2 Deutschland.

Die Tochter von Telefonica hatte im vergangenen Jahr Investitionen von insgesamt 3,5 Milliarden Euro in die Erweiterung seiner Mobilfunk- und Festnetz-Infrastruktur angekündigt.

Mit der Erweiterung des Netzes für den schnellen Datendienst UMTS will die Gesellschaft zudem die Grundlage für den Ausbau ihrer Position bei Geschäftskunden schaffen.

Durch Investitionen in neue Technik soll die Versorgung mit dem Übertragungsstandard UMTS bis zum Jahr 2009 auf 60 Prozent steigen, wie O2 weiter mitteilte. Außerdem werde der schnellere Up- und Download mobiler Daten ermöglicht.

Der Ausbau des Mobilfunknetzes soll entlang von Fernstraßen und ICE-Strecken soll vorangetrieben werden. Insgesamt soll das GSM-Netz von O2 künftig über 17.000 Basisstationen verfügen.

Weil die Nutzung mobiler Datendienste in den kommenden Jahren kontinuierlich steigen wird, will O2 zudem die schnellen Übertragungsstandards UMTS und HSDPA in Ballungsgebieten ausbauen. In ländlichen Regionen würden sie noch in diesem Jahr durch den Standard EDGE ergänzt.

Gleichzeitig will O2 die HSUPA-Technologie einführen. Damit sollen Kunden unterwegs große Datenmengen - etwa hochaufgelöste Fotos und Videos - per E-Mail schneller verschicken können.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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