Yahoo Microsoft muss wohl mehr bieten

Hinter den Kulissen von Yahoo laufen die Drähte heiß. Laut Medienberichten hat das Direktorium des Konzerns in einer Telefonkonferenz darüber beraten, wie man mit dem Übernahmeangebot von Microsoft verfahren will. Klar scheint: Microsoft wird aufstocken müssen, damit Yahoo nicht mit Google anbandelt.

New York - Die Direktoriumsmitglieder des US-Internetkonzerns Yahoo  haben sich einem Zeitungsbericht zufolge am Freitag telefonisch zusammengeschaltet, um über die Offerte des Softwareunternehmens Microsoft  zu beraten. In den Gesprächen sei es auch um eine Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Google gegangen, berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Freitagausgabe.

Yahoo wolle Microsoft dazu bewegen, die milliardenschwere Offerte für das Internetunternehmen zu erhöhen. Für die kommende Woche sei ein persönliches Treffen des Yahoo-Direktoriums vorgesehen, hieß es zudem auf der Internetseite "All Things Digital".

Eine Yahoo-Sprecherin sagte, dass das Unternehmen immer noch die Offerte von Microsoft "sorgfältig und gründlich" prüfe. Wann sich die Direktoriumsmitglieder treffen wollten, sagte die Sprecherin zunächst nicht.

Der weltgrößte Softwarehersteller will Yahoo für knapp 45 Milliarden Dollar übernehmen. Nach Informationen aus Kreisen will sich Yahoo aber lieber mit Google  verbünden als sich in die Arme des Software-Giganten Microsoft zu begeben. Das Yahoo-Management soll dazu seit Monaten ruhende Gespräche mit Google wieder aufgenommen haben, um das Übernahmeangebot Microsofts abzuschmettern.

Außerdem fühle man sich mit 45 Milliarden Dollar unterbewertet. Yahoo sei mindestens 60 Milliarden wert, wird aus dem Gremium kolportiert. Damit verbinde sich die Sorge, Microsoft wolle schlicht von der niedrigen Börsenbewertung, unter der Yahoo derzeit leide, profitieren.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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