Microsoft Vista-Update kommt im März

Das erste große Update für Windows Vista ist fertig: Ab Mitte März soll das Service Pack 1 die gröbsten Schwachstellen im neuen Microsoft-Betriebssystem beseitigen. Doch viele Firmen wollen nicht mehr warten und kehren zurück zu Windows XP. So bemerkt auch Konzernchef Steve Ballmer: Vista braucht besseres Marketing.

Hamburg - Das erste größere Update für Microsofts Betriebssystem Windows Vista ist fertig. Das sogenannte Service Pack 1 sei jetzt zur Produktion freigegeben, schreibt Microsoft-Manager Mike Nash im Weblog des Vista-Entwicklerteams . Gerüchten, die Software werde noch diese Woche zum Herunterladen freigegeben, erteilte er jedoch eine klare Absage. Erst Mitte März werde es soweit sein, so Nash - also in etwa rechtzeitig zur Computermesse Cebit.

Zeitgleich sollen auch die ersten PCs mit einem vorinstallierten Windows Vista SP1, so die offizielle Kurzbezeichnung, auf den Markt kommen. Vorerst wird es das Service Pack allerdings nur in Versionen für englische, spanische, französische, japanische und deutsche Systeme geben. Weitere Sprachversionen sollen später folgen.

Damit bringt Microsoft  die erste große Vista-Aktualisierung erst gut 14 Monate nach dem Verkaufsstart des Windows-XP-Nachfolgers. Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Treiberprogrammen sollen für die Verzögerung verantwortlich sein. Eine Lösung für diese Probleme scheint jedoch nicht gefunden worden zu sein. Das Update wird daher zunächst den jeweiligen PC nach verdächtigen Treibern untersuchen und die Installation im Zweifelsfall verweigern. Um welche Treiber es sich im Detail handelt, hat der Konzern bislang jedoch nicht bekanntgegeben.

Mitten in die Ankündigung des Service Pack 1 tönt allerdings auch die Nachricht des Computerherstellers NEC , er werde seinen Geschäftskunden künftig ein Downgrade von Vista auf Windows XP ermöglichen. Damit kommt das Unternehmen der Zurückhaltung vieler IT-Administratoren entgegen, die sich sträuben, Vista in ihrem Unternehmen einzuführen.

Dass es um den Ruf von Windows Vista offenbar nicht zum Besten steht, hat nun auch Microsoft-Chef Steve Ballmer erkannt. Man müsse "mehr als je zuvor" investieren, um die Anwender für Windows zu begeistern, sagte Ballmer gegenüber Analysten. Allerdings arbeite man bereits hart an einem Vista-Nachfolger, dem sogenannten Windows 7. Details wollte der Konzernchef nicht nennen, verwies dagegen auf das Handy-Betriebssystem Windows Mobile. Für die am 11. Februar beginnende Mobile World Conference in Barcelona wird ein signifikantes Update für diese Software erwartet.

SPIEGEL ONLINE