Erbstreit Springer gegen Springer, nächste Runde

Verlegerin Friede Springer muss eine Fortsetzung des Rechtsstreits mit ihrem Stiefenkel Axel Sven befürchten. Der plant laut einem Magazinbericht eine Beschwerde gegen das jüngste Urteil. Dann müsste der Bundesgerichtshof entscheiden, ob Friede Springer den Verlag zu Recht allein beherrscht.

Hamburg - Der Verlegerenkel Axel Sven Springer wolle Beschwerde beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegen, berichtete DER SPIEGEL am Samstag vorab. So hoffe er auf die Zulassung einer Revision des Verfahrens.

Am Dienstag vergangener Woche hatte das Hanseatische Oberlandesgericht die Berufung von Axel Sven in dem seit knapp sechs Jahren andauernden Rechtsstreit zurückgewiesen. Der 41-Jährige hatte seine Stiefgroßmutter im Jahr 2002 verklagt, weil er sich um einen Großteil seines Erbes geprellt fühlte.

In seinem ursprünglichen Testament hatte der Verleger Axel Cäsar Springer verfügt, dass seine fünfte Frau Friede 50 Prozent seiner Firmenanteile erhalten sollte, Lieblingsenkel Axel Sven sollte 25 Prozent erhalten. Nach Springers Tod im September 1985 hatten Friede Springer und Testamentsvollstrecker Bernhard Servatius jedoch behauptet, der Verleger habe kurz vor seinem Ableben seinen letzten Willen noch einmal geändert.

Allerdings gibt es dafür kein notariell beglaubigtes Testament. Nach dem vermeintlich neuen Erbenschlüssel sollte Friede 70 Prozent erhalten und Axel Sven nur noch 5 Prozent. Der damals 19-Jährige stimmte seinerzeit zu, allerdings ohne sich mit einem Anwalt beraten zu haben.

manager-magazin.de

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