IDS Scheer Erwartungen nicht erfüllt

Das Software- und Beratungshaus IDS Scheer hat seinen Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Doch das Ergebnis lag unter den Erwartungen der Analysten. Der schwache Markt tut sein Übriges, die Aktie stürzt ab.

Saarbrücken/Frankfurt am Main - Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr vorläufigen Berechnungen zufolge um 11 Prozent auf 394 Millionen Euro, wie das Software- und Beratungshaus IDS Scheer  am Mittwoch mitteilte. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) kletterte um 22 Prozent auf 39,6 Millionen Euro.

Damit habe das das im TecDax  notierte Unternehmen seine eigenen Prognosen für das angelaufene Geschäftsjahr übertroffen und das erfolgreichstes Geschäftsjahr der Firmengeschichte verzeichnet, hieß es weiter. "Im Geschäftsjahr 2007 hat IDS Scheer erneut ein starkes organisches Wachstum vorlegen können", sagte Vorstandschef Thomas Volk.

Beide Geschäftsbereiche, der Beratungsbereich ebenso wie der Produktbereich, konnten das Geschäftsvolumen deutlich ausweiten. Der Lizenzumsatz des Hoffnungsträger ARIS, einer Software für Geschäftsprozesse, legte von 45 auf 57 Millionen Euro zu.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre will Volk den Umsatz des Konzerns mehr als verdoppeln. Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr will der Konzern erst zur Bilanzpressekonferenz am 28. Februar geben.

"Kein positiver Impuls für die Aktie"

Die Aktien des Unternehmens rutschten nach Handelsbeginn deutlich ab. In einem weiter sehr schwachen Marktumfeld sackten die Papiere des Unternehmens bis zum späten Vormittag um fast 10 Prozent auf 9,65 Euro ab.

Marktteilnehmer sahen ihre Erwartungen durch den Vorabbericht enttäuscht. "Der Umsatz fiel grob wie erwartet aus, das Ebita ist einen Tick schlechter", sagte ein Analyst. Zudem habe IDS keinen Ausblick auf 2008 gegeben. "Ich kann in diesen Zahlen keinen positiven Impuls für die Aktie erkennen."

IDS Scheer entwickelt und vertreibt Software für das Management von Geschäftsprozessen in Unternehmen und Behörden. Die 1984 gegründete Firma betreut international mehr als 6000 Kunden und beschäftigt knapp 3000 Mitarbeiter weltweit.

manager-magazin.de mit Material von dpa und dpa-afx

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