Weihnachten Aus dem Netz auf den Gabentisch und zurück

Weihnachten treibt den Warenverkehr via Internet - so oder so. Online-Einzelhändler wie Amazon und Weltbild haben in diesem Jahr ihr bestes Weihnachtsgeschäft verzeichnet. Und was nicht gefällt, landet früher oder später wieder im Netz: Jeder zehnte Deutsche will ungeliebte Präsente online verkaufen.

Seattle/München/Augsburg - Bei beiden Unternehmen sorgte in den vergangenen Wochen vor allem der Verkauf von Unterhaltungselektronik und Spielesoftware für kräftige Umsatzsprünge, wie Amazon und Weltbild am Mittwoch mitteilten.

So wurden bei Amazon  am Spitzentag 10. Dezember weltweit mehr als 5,4 Millionen Artikel bestellt. Geliefert wurde in mehr als 200 Länder. In Deutschland lag der Tagesrekord bei mehr als 880 000 Bestellungen am 17. Dezember. Das sind mehr als zehn Artikel pro Sekunde - am Spitzentag im Vorjahr waren es mehr als sieben Produkte pro Sekunde.

Bei Weltbild wurden im Dezember täglich bis zu einer Million Produkte versandt. "Wir sind mit dem Weihnachtsgeschäft 2007 sehr zufrieden. Bei www.weltbild.de lagen die Umsätze im November und Dezember um 40 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum und sind damit die höchsten seit Bestehen des Internetshops", berichtete Weltbild-Chef Carel Halff laut Mitteilung in Augsburg.

Die Hitliste der beliebtesten Weihnachtsgeschenke führen nach Angaben beider Unternehmen in diesem Jahr Spielekonsolen an - gefolgt von Digitalkameras, MP3 Playern, flachen Computermonitoren und Videospielen. "Wir hatten das erfolgreichste Weihnachtsgeschäft aller Zeiten. Daher werden wir auch im nächsten Jahr unseren Service und das Angebot weiter ausbauen", betonte auch Amazon-Geschäftsführer Ralf Kleber.

Ungeliebte Präsente landen im Internet

Und was nicht gefällt, landet früher oder später ohnehin wieder im Netz, sozusagen vom Gabentisch ins Internet: Jeder zehnte Deutsche (11 Prozent) will in den nächsten Tagen ungeliebte Präsente online versteigern oder verkaufen, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) ergab.

Insgesamt ist bei Männern der Anteil der Internet-Verkäufer unbeliebter Geschenke mit 13 Prozent deutlich höher als bei Frauen, von denen sich nur 9 Prozent so der unpassenden Präsente entledigen wollen. Allerdings will knapp jeder zweite Deutsche ein eigentlich nicht gewünschtes Geschenk dann doch behalten. Jeder dritte will es in den Laden zurückbringen und jeder fünfte einfach weiterverschenken. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen