World Economic Forum Vernetzte Weltelite

Globale Probleme sind laut Klaus Schwab nicht mehr allein durch traditionelle Beziehungen zwischen Regierungen lösbar. Der Gründer des World Economic Forum kündigt deshalb gegenüber manager magazin an, die 10.000 wichtigsten Führungskräfte der Welt über das Internet vernetzen zu wollen.

Hamburg - Dieses "sehr ambitionierte Projekt" soll beim bevorstehenden Jahrestreffen in Davos starten, kündigt Klaus Schwab, Gründer des World Economic Forum (WEF), in der neuen Ausgabe des manager magazins an, die ab Donnerstag (20. Dezember) am Kiosk erhältlich ist.

Entwickelt wird das Welcom (World Electronic Community) genannte System von den Konzernen Microsoft , Infosys  und British Telecom . Damit werde "eine ganz neue, sehr direkte Art der Interaktion zwischen den einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt" möglich.

"Mit Welcom schaffen wir eine Plattform", so Schwab, die es erlaubt, globale Fragen "auf der Topebene über alle Kontinente und Institutionen hinweg zu diskutieren" und Lösungen zu finden. "Ich setze große Hoffnungen in diesen innovativen Ansatz."

Der 69-jährige Gründer und Chef des World Economic Forum glaubt, dass sich die anstehenden globalen Probleme wie der Klimawandel und die Wasserknappheit nicht mehr nur durch traditionelle diplomatische Beziehungen zwischen Regierungen lösen lassen. "Diese Entscheidungsprozesse müssen ergänzt werden durch einen viel umfassenderen Ansatz, der mehr Akteure einbezieht."