Kapitalerhöhung Großaktionäre stützen Balda

Von der am Freitag angekündigten Kapitalerhöhung waren Anleger wenig begeistert: Die Aktie stürzte deutlich ab. Nun haben die vier Hauptaktionäre angekündigt, ihre Bezugsrechte in vollem Umfang auszuüben – und stoppten damit den Kursverfall.

Bad Oeynhausen - Die Investementfirmen Audley Capital Capital und Sapinda sowie der US-Investor Guy Wyser-Pratte und die Familie Michael Chiang hätten dem Vorstand von Balda  mitgeteilt, dass sie die auf sie entfallenden Bezugsrechte bei einem Preis von zehn Euro je Aktie in vollem Umfang ausüben werden, teilte das SDax-Unternehmen mit. Darüber hinaus seien sie bereit, sämtliche nicht bezogenen Aktien im Rahmen der geplanten Platzierung zu ebenfalls zehn Euro zu zeichnen.

Die Investoren halten zusammen rund 38 Prozent an Balda. "Damit ist bereits vor Beginn der Bezugsfrist das gesamte Kapitalerhöhungsvolumen durch die Hauptaktionäre abgedeckt", sagte Balda-Chef Joachim Gut.

Das Unternehmen hatte am Freitag eine Erhöhung des Grundkapitals um 6.769.584 Aktien angekündigt. Damit könnte Balda 68 Millionen Euro einsammeln. Mit dem Geld sollen die Verbindlichkeiten zurückgefahren und zugleich weiteres Wachstum gesichert werden.

Die Balda-Aktie war daraufhin stark unter Druck geraten und verlor mehr als 12 Prozent auf bis zu 8,76 Euro. Am Montagmorgen stieg das Papier um knapp 9 Prozent auf 10,10 Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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