USA Google will die Lizenz zum Funken

Für Google liegt die Zukunft eindeutig im Mobilfunk. Dass der Konzern diese Strategie vertritt, merkt man einmal mehr an der Ankündigung, sich an der milliardenschweren Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in den USA zu beteiligen.

San Francisco - Google  werde am Montag eine formelle Bewerbung bei der US-Rundfunkbehörde FCC einreichen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Einen Partner gebe es dabei nicht. Bei dem sogenannten C-Block des 700-Megahertz-Spektrums, für das Google bieten will, liege der Mindestpreis bei 4,6 Milliarden Dolllar (3,12 Milliarden Euro).

Erst Anfang November hatte Google ein offenes Handybetriebssystem mit dem Namen Android angekündigt, das in einer Allianz mit Geräteherstellern und Netzbetreibern im kommenden Jahr am Markt etabliert werden soll. Zu den Partnern gehört auch T-Mobile USA.

Der Internetkonzern sieht in den begehrten Frequenzen die Möglichkeit für größeren Wettbewerb bei mobilen Diensten. Google hatte bereits vor einigen Monaten mitgeteilt, ein Gebot für die Frequenzen in Erwägung zu ziehen. Die US-Rundfunkbehörde FCC hatte Interessenten eine Frist bis zum 3. Dezember gesetzt, um ihre Teilnahme an der für den 24. Januar geplanten Auktion zu erklären.

Die Auktion der Frequenzen wird von Beobachtern als die letzte Chance für neue Akteure auf dem Mobilfunkmarkt der USA betrachtet. Die Lizenzen werden Anfang 2009 von Rundfunksendern zurückgegeben, die dann auf digitalen Betrieb umstellen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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