Unity Media Arena auf dem Prüfstand

Mit seinem Ausflug in die Welt der Fußball-Bundesliga hatte der Bezahlsender Arena keinen Erfolg. Noch immer leidet der Mutterkonzern Unity Media unter dem verpatzten Einstieg. Nun prüft der Netzbetreiber offenbar den Verkauf seiner Tochter.

Hamburg - Der Kabelnetzbetreiber Unity Media prüft alle strategischen Optionen für seine Pay-TV-Tochter Arena. Das sagte Unitymedia-Chef Parm Sandhu der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe), ohne weitere Details zu nennen. Informierten Personen zufolge soll es für die Plattform bereits Gespräche mit Interessenten gegeben haben, berichtete die Zeitung.

Vor rund zwei Jahren hatte Arena seinen Konkurrenten Premiere spektakulär bei der Versteigerung der Pay-TV-Rechte für die Bundesliga ausgestochen. Nach nur einem Jahr kehrten die Bundesliga- Übertragungen jedoch über eine Kooperation an Premiere zurück.

Arena hatte laut Brancheninformationen nur 1,1 Millionen Kunden gewinnen können und verbuchte in der Saison statt der erhofften Gewinne ein Minus von 200 Millionen Euro. Bereits im Juli hatte Sandhu den Abbau von 30 der 50 festen Arbeitsplätze bei Arena bekannt gegeben.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.