Freenet In die roten Zahlen gerutscht

Der Telekomanbieter Freenet musste im dritten Quartal Umsatz- und Gewinnverluste hinnehmen. Vorstandschef Eckhard Spoerr zeigt sich unterdessen offen für einen Zusammenschluss mit United Internet.

Hamburg - Das vor einer möglichen Aufspaltung stehende Telekommunikationsunternehmen Freenet  hat im dritten Quartal bei geringeren Umsätzen einen Gewinnrückgang verbucht. Von Juli bis September sei der Umsatz auf 470 (Vorjahr: 507) Millionen Euro gesunken, teilte das Hamburger Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) verringerte sich auf 31,7 Millionen von 32,5 Millionen Euro vor Jahresfrist. Unter dem Strich wies Freenet einen Verlust von 22,7 Millionen Euro aus. Vor einem Jahr hatte noch ein Gewinn von knapp 38 Millionen zu Buche gestanden. Als Folge eines geänderten Verrechnungsmodells mit der Deutschen Telekom  seien die Zahlen nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar, teilte Freenet mit.

Vorstandschef Eckhard Spoerr hat sich unterdessen offen für einen Zusammenschluss mit United Internet gezeigt. "Wir führen konstruktive Gespräche mit United Internet, wie man einen national und international wettbewerbsfähigen Marktteilnehmer bauen kann", sagte Spoerr am Donnerstag in Hamburg der Nachrichtenagentur dpa-afx. Zu Details machte er keine Angaben. "Drillisch kann in diesem Szenario das Mobilfunkservice -Providergeschäft übernehmen", sagte Spoerr.

Die Konkurrenten Drillisch  und United Internet  hatten am Vortag bekannt gegeben, dass sie mit Freenet nun konkrete Gespräche über eine Partnerschaft führen. Die Pläne sollen laut Branchenkreisen schon so weit gediehen sein, sodass mit einem Abschluss Ende noch in diesem Jahr oder Anfang nächsten Jahres gerechnet wird.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters