Doubleclick-Übernahme Bitte warten!

Google muss sich in Bezug auf die Übernahme des Onlinevermarkters Doubleclick noch weitere drei Monate gedulden. Die EU-Kommission hat erneut eine vertiefte Prüfung des Falls angekündigt. Der Internetkonzern zeigte sich enttäuscht.

Brüssel - Bei den bisherigen Ermittlungen hätten sich Bedenken abgezeichnet, dass durch eine Fusion der Wettbewerb behindert würde, teilte die EU-Kommission mit. Insbesondere wolle sie die Frage beleuchten, ob Doubleclick, eigenständig geblieben, zu einem ernsthaften Konkurrenten für Google  geworden wäre. Eine Entscheidung solle nun spätestens am 2. April vorgelegt werden.

Die Entscheidung der Kommission, die Frist erneut zu verlängern, erlaube keinen Aufschluss auf das Ergebnis der Ermittlungen, hieß es weiter. Bereits im Oktober waren die Ermittlungen erweitert worden, eine Entscheidung sollte demnach spätestens an diesem Dienstag fallen. Als Grund für die Verzögerung hatte die EU-Kommission Nachbesserungen in Bezug auf Wettbewerbsbedenken angeführt.

Google-Chef Eric Schmidt erklärte, er sei "natürlich enttäuscht" von der Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter. Sein Unternehmen werde dennoch versuchen, weitere Verzögerungen zu vermeiden, die Google einen Nachteil gegenüber Konkurrenten wie Microsoft , Yahoo  oder AOL bringen würden.

Google ist einer der größten Anbieter von Online-Werbeplätzen, Doubleclick dominiert den Markt für Werbedienstleistungen im Internet. Google will die Online-Anzeigenfirma für 3,1 Milliarden Dollar kaufen und so das Anzeigengeschäft ausbauen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters