Maut Die Telekom versucht's noch einmal

Bei der Einführung des Mautsystems in Deutschland hat sich das Konsortium um die Deutsche Telekom nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nun erhält der Bonner Konzern die Chance, alles besser zu machen: Gemeinsam mit Siemens und der niederländischen Bank ABN Amro bewirbt sich die Telekom um den Aufbau eines Mautsystems in der Slowakei.

Bratislava - "Wir sind stark genug aufgestellt, um diesen Auftrag zu bekommen", sagte Thomas Pferr, zuständig für das operative Geschäft des Telekom-Ablegers Satellic Traffic Management. Neben den Telekom-Töchtern Slovak Telecom und Satellic sind noch Siemens  und die niederländische Bank ABN Amro  an dem Konsortium mit dem Namen Satways beteiligt.

Die slowakische Autobahngesellschaft NDS will bis zum 23. November entscheiden, welche Bieter zur Ausschreibung zugelassen werden. Die Vergabe soll im Januar kommenden Jahres erfolgen. Den Auftragswert bezifferte Pferr auf 500 bis 600 Millionen Euro, die über die Laufzeit von 13 Jahren anfallen.

Neben Satways bewerben sich dem Vernehmen nach acht Konsortien um den Zuschlag, darunter die österreichische Kapsch. Ab dem 1. Januar 2009 sollen in der Slowakei Lastkraftwagen ab 3,5 Tonnen auf Autobahnen und Bundesstraßen Maut bezahlen. Die betroffenen Strecken haben eine Länge von rund 2400 Kilometern.

Während die Deutsche Telekom  in dem Konsortium für den Aufbau des satellitengestützten Mautsystems zuständig ist, soll ABN Amro die Finanzierung und die Abwicklung der Mautabrechnung übernehmen. Bei der Bewerbung kann die Telekom auf die Erfahrungen bei der Errichtung des deutschen Lkw-Mautsystems zurückgreifen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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