Sparkassen-IT Erfolgreiche Schlichtung

Nach wochenlangem Streiks bei dem IT-Dienstleister Sparkassen Informatik haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft nun auf einen Sozialplan geeinigt. Demnach werden die vier betroffenen Standorte zwar wie geplant geschlossen, dafür erhalten aber alle Mitarbeiter ein Arbeitsplatzangebot an einem anderen Standort.

Frankfurt am Main/Köln - Beide Seiten hätten einen Tarifsozialplan unterzeichnet, teilten die Gewerkschaft Verdi und die Sparkassen Informatik (SI) mit. Damit könne die Umstrukturierung wie geplant anlaufen. Geschlossen werden demnach die SI-Einrichtungen in Mainz, Karlsruhe, Köln und Duisburg. Betroffen sind mehr als 1250 Beschäftigte.

Insgesamt arbeiten rund 4200 Beschäftigte bei der Sparkassen Informatik. Das Unternehmen steuert unter anderem die Geldautomaten und das Onlinebanking der Sparkassen. Die SI will die Zahl der Standorte bis Oktober 2008 halbieren. Künftig sollen die Aufgaben in Frankfurt, Fellbach, Münster und München gebündelt werden.

"Es ist nicht das, was wir uns erhofft haben, aber eine Lösung, mit der Teile der Leute leben können", sagte die SI-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Heike Stiels. Wochenlang hatten die Mitarbeiter zuvor für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze gestreikt.

Jedem der vom Umbau betroffenen Arbeitnehmer wird laut Mitteilung ein Arbeitsplatz an einem anderen Standort angeboten. Im Tarifsozialplan seien unter anderem Mobilitäts- und Umzugspauschalen sowie flexible Arbeitszeiten vereinbart worden, hieß es. So soll ein Kontingent an Tele- Arbeitsplätzen eingerichtet werden, damit einige Beschäftigte auch von zu Hause aus arbeiten können. Auch Abfindungsregelungen seien in dem Vertrag enthalten.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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