AMD Intel eilt davon

Zum vierten Mal in Folge muss der Chipkonzern AMD für das abgelaufene Geschäftsquartal Verluste vermelden. Zwar sind die Zahlen besser als von Analysten erwartet, aber der Abstand zu Marktführer Intel, der vor zwei Tagen eine deutliche Gewinnsteigerung verkündete, wächst unaufhaltsam weiter.

San Francisco - Der Verlust lag im dritten Geschäftsquartal bei 396 Millionen Dollar (277 Millionen Euro) oder 71 Cent je Aktie, teilte Advanced Micro Devices (AMD)  am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Insgesamt 22 Cent pro Papier seien allerdings aufgrund von Sonderbelastungen infolge der Übernahme des Grafikchipspezialisten ATI zustande gekommen. Analysten hatten sogar mit einem noch höheren Verlust gerechnet. Vor Jahresfrist verbuchte das Unternehmen noch einen Reingewinn von 136 Millionen Dollar oder 27 Cent je Anteilsschein.

Auch beim Umsatz übertraf das Unternehmen die Expertenprognose. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23 Prozent von 1,33 auf 1,63 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge lag bei 41 Prozent. Im Vorjahresquartal hatte sie 51, im zweiten Quartal 2007 hingegen 33 Prozent betragen.

Das Unternehmen, das auch eine Mikrochipfabrik in Dresden unterhält, betonte, steigende Verkäufe von Mikroprozessoren und eine verbesserte Kostenkontrolle würden das Geschäft schon bald wieder aus der Talsohle herausführen. Für das vierte Quartal rechnet AMD mit wachsendem Umsatz im Rahmen der saisonalen Schwankungen.

Branchenprimus und Erzrivale Intel  vermeldete am Mittwoch einen Gewinnanstieg von 43 Prozent im dritten Quartal, der deutlich über den Erwartungen gelegen hatte. AMD ist nach Intel die Nummer zwei auf dem Weltmarkt bei der Herstellung von Mikrochips.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa-afx und reuters