Apple Der Leopard darf von der Leine

Mit rund einem halben Jahr Verspätung veröffentlicht Apple sein neues Computerbetriebssystem. Die Software mit dem Namen "Leopard" soll Microsoft auf Abstand bringen. Außerdem wird mit anziehenden Hardware-Verkäufen gerechnet.

München - Apple  wird die nächste Version seines Betriebssystems Mac OS X am 26. Oktober in den Handel bringen. Das Programm mit dem Beinamen Leopard bringt nach Angaben von Apple Deutschland in München mehr als 300 neue Funktionen.

Dazu zählt unter anderem ein neuer "Finder", jene Software, mit der man die eigenen Dateien und den virtuellen Schreibtisch verwaltet. Die neueste "Finder"-Version soll den Austausch von Dateien zwischen mehreren Mac-Computern erleichtern. Neu ist auch eine Vorschaufunktion für Dateien namens Quick Look. Sie ermögliche einen Blick auf den Dateiinhalt, ohne dafür das entsprechende Programm öffnen zu müssen.

Erstmals ist auch eine Backup-Funktion in das Betriebssystem integriert. Die so genannte "Time Machine" verspricht den Prozess von Sicherungskopien zu automatisieren und das Wiederauffinden älterer Dateiversionen besonders einfach zu gestalten.

Erhöhte Systemvoraussetzungen

Um Leopard nutzen zu können, wird Apple zufolge ein Mac mit mindestens 512 Megabyte großem Arbeitsspeicher benötigt. Das neue Betriebssystem laufe auf Mac-Rechnern mit Intel-Prozessor, PowerPC G5- oder G4-Chip ab 867 Megahertz.

Mac OS X Leopard wird als Einzelnutzerversion für 129 Euro erhältlich sein. Angeboten wird zudem ein sogenanntes Family Pack für 199 Euro, das die Nutzungslizenzen für fünf Anwender enthält.

Die Veröffentlichung des Betriebssystems war vom ursprünglichen Termin im Frühjahr auf den Herbst verschoben worden, um bei Apple Kapazitäten für die Entwicklung des iPhones zu schaffen. Den neuen Termin scheint der Elektronikkonzern aber entgegen anderslautenden Gerüchten im Internet einzuhalten.

Analysten bewerten die Einführung von "Leopard" positiv, weil sie davon ausgehen, dass viele Nutzer älterer Apple-Computer seit der Verspätung des Systems den Kauf eines neuen Computers hinausgezögert haben. Der Verkaufsstart könnte damit auch eine Welle von Hardware-Käufen auslösen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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