Musikshop Basteln am iTunes-Killer

Es war nur eine Frage der Zeit: Nachdem Apple-Chef Steve Jobs sich weigerte, die Preise in seinem Onlineshop iTunes zu verändern, will Universal offenbar ein eigenes Musikportal auf die Beine stellen. Dort sollen die Titel für nur fünf Dollar pro Monat unbegrenzt zum Download zur Verfügung stehen.

New York - Universal Music habe bereits Sony BMG als potenziellen Partner gewonnen und sei in Gesprächen mit Warner Music , berichtet das US-Magazin "BusinessWeek" in seiner Internetausgabe. Ziel sei ein eigener gemeinsamer Onlineshop namens Total Music, der einen Abodienst mit uneingeschränkter Musiknutzung für etwa fünf Dollar im Monat anbiete, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Insider.

Während die CD-Verkäufe rapide fallen, nimmt der Absatz von Musik über das Internet stark zu. iTunes hat in den USA einen Marktanteil von mehr als 70 Prozent bei Musikdownloads. Mit dieser Marktmacht kann Apple  maßgeblich die Preispolitik mitbestimmen. So soll sich Apple-Chef Steve Jobs hartnäckig weigern, von dem Festpreis von 99 Cent pro Song abzuweichen, während die Musikindustrie gern neue Titel etwas teurer und ältere etwas billiger verkaufen würde.

Die Musikkonzerne versuchen schon seit längerem, die Marktmacht von Apple einzudämmen. Im Sommer beschloss Universal Music, den langfristigen Vertrag mit iTunes nicht zu verlängern, sondern die Songs nur noch auf befristeter Basis anzubieten. iTunes-Konkurrenten wie Amazon  oder Wal-Mart  bekamen Konditionen, mit denen sie Songs ohne Kopierschutz günstiger anbieten können als Apple.

Abomodelle, bei denen die Nutzer eine uneingeschränkte Anzahl von Songs nutzen können, solange sie monatliche Gebühren zahlen, haben sich trotz Angebote vieler Unternehmen nicht durchgesetzt. Allerdings war der Preis mit 15 Dollar deutlich höher als bei dem angeblichen neuen Plan.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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