AOL Jeder fünfte Mitarbeiter muss gehen

Nachdem AOL jahrelang vor allem Software auf CDs verteilte, um Kunden in seine bezahlpflichtigen Onlinedienste zu locken, will das Unternehmen nun vor allem mit Werbung Geld verdienen. Ein erster Schritt dahin ist massiver Stellenabbau.

New York - Der Onlinedienst AOL will 2000 Stellen streichen. Der Stellenabbau werde 20 Prozent der weltweiten Belegschaft betreffen, kündigte das Unternehmen am Montag an. Allein 1200 Stellen sollen in den USA dem Rotstift zum Opfer fallen.

Mit dem Stellenabbau will AOL ihr Engagement in weniger wachstumsstarken Bereichen zurückfahren, um Investitionen in Wachstumsfeldern zu erhöhen. In einer E-Mail-Nachricht der Konzernleitung wurde der Schritt mit dem "radikalen Umbau des Geschäftsmodells" begründet, der gerade vor sich gehe.

AOL will sich künftig auf Internetwerbung konzentrieren. Die zahlenden Kunden waren über Jahre hinweg zu Wettbewerbern abgewandert. Als Reaktion öffnete AOL sein Internetportal auch für Nichtkunden und der E-Mail-Service wurde in einen kostenlosen Dienst umgewandelt. Nun sollen laut Geschäftsleitung die Kosten überprüft und gesenkt werden.

Mit dem Schwerpunkt auf Onlinewerbung positioniert sich AOL gegen Yahoo und Google. Der Markt gilt als sehr wachstumsstark, aber auch besonders heiß umkämpft.

manager-magazin.de mit Material von ap

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